Zerealienwurst

Krupniok
Bild: Schläsinger, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Bild: Schläsinger, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zerealienwurst, manchmal auch als Kochwurst mit Nährmitteln bezeichnet, ist eine Kochwurst, die mit Getreide (Mehl, Grütze, Graupen) oder Feldfrüchten (Kartoffeln) versetzt wurde. Ziel der Beimengung von Getreide oder Feldfrüchten ist es einerseits, die Wurstmasse zu „strecken“, d.h. mehr Masse und damit mehr Würste aus dem Fleisch zu bekommen und andererseits die Wurst durch die Beigabe stärkehaltiger Zugaben fester werden zu lassen.

Beispiele für Zerealienwürste

Es gibt zahlreiche traditionelle Wurstsorten aus dem In- und Ausland, die zu den Zerealienwürsten gezählt werden können. Darunter sind u.a.

Graupen

Grütze

  • Grützwurst
  • Holsteiner Grützblutwurst
  • Schlesische Grützwurst
  • Blutpudding mit Grütze
  • Grützleberwurst
  • Westfälische Grützwurst
  • Pinkel
  • Westfälische Rinderwurst
  • Calenberger Pfannenschlag

Backwaren (Altes Brot oder Brötchen)

  • Berliner Blutwurst
  • Berliner Semmelleberwurst
  • Harzer Semmelwurst
  • Kassler Weckewerk

Getreideschrot

  • Westfälische Beutelwurst

Mehl

  • Panhas
  • Möppkenbrot

Reis

  • Oldenburger Rulken
  • Reiswurst

Kartoffeln

  • Kartoffelwurst
  • Pfälzischer Saumagen
  • Liongia da tartuffels; Kartoffelwurst

Erbsmehl

  • Erbswurst

Viele dieser Zerealienwürste haben nur eine regionale Bedeutung oder werden kaum noch hergestellt, da ihr Aussehen, ihr Geschmack oder ihre Herstellungsmethode nicht mehr dem zeitgemäßen Geschmack entspricht.

Bildnachweis:
Schläsinger, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons